Bedeutung von Citicolin bei der Glaukomerkrankung

Autor/Autoren

Anselm G. M. Jünemann, P. Grieb, R. Rejdak

Jahr

2021

Quelle/Journal

Der Ophthalmologe (Springer Medizin Verlag, Teil von Springer Nature)

Institution

Department of General and Pediatric Ophthalmology Service, Medical University of Lublin, Lublin, Polen
Department of Experimental Pharmacology, Mossakowski Medical Research Centre, Polish Academy of Sciences, Warschau, Polen

DOI/Link
Studienergebnisse (Kurzfassung)

Citicolin (CDP-Cholin) zeigt in mehreren klinischen Studien eine neuroprotektive Wirkung bei Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom. Es verbessert funktionelle Parameter (z. B. visuell evozierte Potenziale, Gesichtsfeld) und morphologische Strukturen (retinale Nervenfaserschicht) – unabhängig vom Augeninnendruck. Eine tägliche Einnahme von 500–1000 mg (oral) oder als Injektions-/Tropfenform führte zu einer messbaren Stabilisierung oder Verbesserung der Sehfunktionen. Die Wirkung tritt meist nach etwa einem Jahr auf, ist reversibel und erfordert regelmäßige Zyklen. Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Zudem kann Citicolin kognitive Leistungen und Therapieadhärenz verbessern.

Produkt
Inhaltsstoff

Citicolin

Hauptwirkung

Citicolin unterstützt den Erhalt der retinalen Ganglienzellen und des Sehnervs, verbessert die neuronale Signalweiterleitung und schützt die Sehbahn vor degenerativen Prozessen – unabhängig vom Augeninnendruck.

Diagnose lt. Studie!

Normaldruckglaukom

Relevanz für EYKÄR

Hoch